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Събота, 19 Май 2012 12:22

Арт Фестивал "oгьн и море"

Белослава, Катето Евро, Орлин Павлов и други популярни личности от българския културен живот ще се съберат в гр.Царево, община Бургас, в началото на юни, за да отпразнуват началото на летния сезон и да участват в първия по рода си арт фестивал „Огън и Море”.

 

В рамките на фестивала десет звезди ще влязат в тандем с десет изявени български творци в сферата на модерното изкуство. В продължение на четири дни те ще се потопят в бохемската атмосфера на града, ще търсят вдъхновение в морето и природните стихии и ще създадат на място уникални творби, които ще бъдат дарени на новосъздадената Галерия-музей на съвременното изкуство в Царево.

 

 Ще се присъединят още певецът Любо, актрисите Теодора Духовникова и Катето Евро, медийният експерт Георги Лозанов, журналистите Радина Червенова, Елена Йончева и водещият Ути Бъчваров.

Творците ще бъдат представени от Павел Койчев, Хубен Черкелов, Свилен Блажев, Кольо Карамфилов, Кирил Якимов, Александър Балкански, Михаил Заимов, Георги Нейков, Анри Кулев и Евгени Йонов, който е и един от инициаторите на фестивала, заедно с кмета на Царево, Георги Лапчев.

Идеята е арт пленера – 30 май-3 юни, да се превърне в ежегодно събитие, което да продължи да събира нови творби и да ги дарява на музея.

Финалът на тазгодишния фестивал ще бъде отбелязан с масово събитие на площада в с.Българи, където ще се проведе традиционен нестинарски празик с огньове и танци, музикален концерт и скара на открито, приготвена от самия Ути.

Вторник, 15 Май 2012 15:54

Die ganze Wahrheit über das Lügen

Die ganze Wahrheit über das Lügen

Menschen neigen zum Flunkern, Schwindeln, Täuschen und Betrügen – und sie tun es immer hemmungsloser: Forscher konnten nun erstmals zeigen, dass vor allem Zeitnot daran schuld ist. Von Jörg Zittlau

Frau verbirgt ihr Gesicht hinter einem Smiley

© picture alliance Besonders hemmungslos lügen wir, um andere zu beeindrucken. Das Risiko, später enttarnt zu werden, gehen wir gerne ein.

Schon Nietzsche stöhnte: "Die Menschen lügen unsäglich oft." Er griff für diese Erkenntnis allerdings auf persönliche Reflexionen und Beobachtungen zurück, die bekanntermaßen nicht unbedingt exakt sind. Wissenschaftler müssen daher den Philosophen heute ein wenig relativieren.

Demnach lügen Menschen nicht ganz so häufig, wie gerne propagiert wird. Aber sie tun es immer öfter – und schuld daran ist der moderne, hektische Lebensstil.

Wie oft lügt der Mensch? 200 Mal pro Tag? Das ist jedenfalls die Zahl, die im Internet am häufigsten genannt wird und auch in Medien,Vorträgen und sogar Diplomarbeiten auftaucht.

Doch niemand weiß so recht, woher sie kommt. Einmal werden britische Forscher als Quelle genannt, dann wieder ein amerikanischer Psychologe, dessen Nachname in drei Versionen angeboten wird: von Frazer über Fraser bis zu Frazier. In den wissenschaftlichen Datenbanken lässt sich zu keinem davon eine Arbeit zum Lügen finden. Möglich also, dass die weithin verbreitete Lügenzahl von 200 selbst nur eine Lüge ist.

Seriöse Studien kommen demgegenüber auf weitaus geringere Quoten. Die amerikanische Psychologin Bella DePaulo ließ 147 Versuchspersonen ein Tagebuch schreiben, über ihre Begegnungen mit anderen Menschen – und über all die kleinen Unwahrheiten, die dabei geäußert wurden.

Die anschließende Durchsicht der Berichte ergab gerade mal eine Quote von zwei Lügen pro Tag. Wobei allerdings gängige Höflichkeitslügen wie etwa das typisch amerikanische "Fine" auf die Frage "How are you?" außen vor gelassen wurden.

Außerdem unterstellt diese Studie, dass die Probanden in ihrem Tagebuch ehrlich über ihre Lügen ausgesagt haben – und echte Lügner werden gerade das am wenigsten tun.

Wer beeindrucken will, lügt besonders oft

So zeigt denn auch eine andere amerikanische Studie, dass wir wohl deutlich öfter lügen als zwei Mal pro Tag. Vor allem in Situationen, in denen wir jemandem gefallen oder ihn beeindrucken wollen, fällt uns das Schwindeln offenbar leicht.

Robert Feldman von der Universität Massachusetts lud 121 Studenten zu einem zehnminütigem Gespräch mit einem ihnen unbekannten Menschen ein, dem sie sich als sympathisch oder kompetent präsentieren sollten.

Das Treffen wurde aufgezeichnet und anschließend den Studenten vorgespielt, die dann selbst ihre Lügenquote einschätzen durften. 60 Prozent gaben dabei unumwunden zu, kleinere oder größere Lügen eingestreut zu haben.

Zu den kleineren gehörte, dass man Sympathie für jemanden bekundete, den man eigentlich nicht ausstehen konnte. Zu den größeren gehörte, dass sich ein völlig unmusikalischer Student als Mitglied einer Rockband ausgab.

Erzählt wurde dieses Märchen von einem der männlichen Probanden, die nachgewiesenerweise eher zur Prahlerei neigten. Frauen hingegen trimmten ihre Aussagen eher auf Konsens mit dem Gesprächspartner.

2,9 Lügen in einem kurzem Gespräch

Doch ansonsten gab es zwischen den Geschlechtern keine besonderen Unterschiede. "Insgesamt waren die Studenten selbst überrascht, wie oft sie flunkerten", berichtet Feldman. Ihre durchschnittliche Lügenquote lag bei 2,9 – und das bei einem Gespräch, das gerade mal zehn Minuten dauerte.

In einem weiteren Test bat der Psychologe seine Probanden erneut zu einem Gespräch mit einem Unbekannten. Der einen Hälfte wurde gesagt, dass sie ihren Gesprächspartner niemals wiedersehen würden, der anderen, dass noch drei weitere Treffen folgen würden.

Wer nun vermutet, dass unter denjenigen, die ihre Gesprächspartner nie wieder zu treffen glaubten, besonders oft gelogen wurde, ist auf dem Holzweg. Denn die Lügenquote preschte in beiden Fällen auf fast 80 Prozent.

Und die weiblichen Probanden flunkerten sogar besonders fleißig, wenn sie von weiteren Treffen ausgingen. Offenbar war ihnen das Lügen als sozialer Kitt bedeutsamer als das Risiko, in weiteren Gesprächen als Lügnerin enttarnt zu werden.

Feldmans Studie gibt bereits einen Hinweis darauf, dass die Neigung zum Lügen weniger von der Persönlichkeit abhängt, als von den vorherrschenden Situationen und Bedingungen – und davon, wie sie empfunden werden.

Das Lügnerumfeld macht den Unterschied

Anders ausgedrückt: Es gibt weniger die typische Lügnerpersönlichkeit als das typische Lügnerumfeld. Wer etwa unter Leistungsdruck steht und sich rechtfertigen muss, wird eher flunkern und betrügen als jemand, der mit breiter Brust in der Welt steht und niemandem mehr etwas beweisen muss.

So hat Feldman unter den 18- bis 34-Jährigen besonders viele Lügner ausgemacht, während im Seniorenalter sich zunehmend die Weis- und Wahrheit des Alters durchzusetzen scheint.

Das amerikanische Josephson-Institut für Ethik kommt nach regelmäßigen Erhebungen an fast 30.000 Highschool-Mitgliedern zu dem resignierten Schluss: "Der Betrug an der Schule ist längst zügellos geworden – und es wird immer schlimmer." In der jüngsten Untersuchung gaben 64 Prozent der Schüler zu, sich im vergangenen Jahr mindestens einmal eine gute Note in einem Test erschlichen zu haben.

In Deutschland dürfte die Situation ähnlich aussehen. Dafür sprechen Webseiten wie www.spickzettel.de und www.schoolunity.de, auf denen man lernen kann, wie man sich per Handy, beschriftete Wasserflaschen oder neuerdings auch mithilfe von UV-Spickern durch die Prüfungen mogelt.

Besserverdienende neigen besonders stark zur Lüge

Die ambitionierte Jugend lügt also öfter als das gesetzte Alter, weil sie noch mehr Hindernisse auf dem Weg zu ihren Zielen umkurven muss. Doch es gibt Ausnahmen, wie jetzt eine amerikanische Studie herausgebracht hat. Hier neigten nämlich ausgerechnet Besserverdienende besonders stark zur Lüge.

In Verhandlungssituationen spielten sie öfter mit gezinkten Karten, und im Wettbewerb um einen Preis scheuten sie sich nicht davor, die Regeln zu brechen und ihre Mitbewerber zu übervorteilen. Doch warum taten sie das, obwohl sie doch bereits gut situiert waren?

Studienleiter Paul Piff von der University of California vermutet, dass sich in diesen besseren Kreisen bereits ein eigenes Wertesystem herausgebildet hat, "in dem Gier und andere Egoismen höher bewertet werden als Wahrhaftigkeit und gemeinschaftliches Handeln".

Das bedeutet nicht unbedingt, dass Reichtum an sich zum Lügen verführt. Denn sobald die Psychologen den finanzschwächeren Probanden die egoistische Gier als positiven Wert vermittelten, logen sie ebenfalls ohne jegliche Scheu.

Die amerikanische Soziologin Jan Stets konnte in diversen Experimenten passend zu Piffs Erkenntnissen nachweisen, dass die Bereitschaft zu Schwindel und Betrug von den Wertvorstellungen der Kleingruppe abhängt, in der man sich vorzugsweise aufhält: "Die für die Rezession mitverantwortlichen Broker, Hypothekenspekulanten und Investment-Banker konnten vermutlich so handeln, wie sie es getan haben, ohne Scham und Schuldgefühl, weil ihre moralische Identität auf einem niedrigen Standard war", erklärt sie.

Mikrokosmos eines Menschen entscheidend

"Das aus diesem Standard folgende Verhalten wurde von den Kollegen nicht angefochten." Der Mikrokosmos eines Menschen – seine Familie, Freunde, Kollegen und Kommilitonen – entscheidet also, wie viel und wie schamlos er betrügt. Staat, Religion und Gesellschaft spielen hingegen nur eine geringe Rolle.

Das zeigt also, dass auch eine biografische Komponente zum Schwindeln dazugehört. Eltern wissen, dass Kinder erst im Alter von etwa fünf Jahren mit dem Flunkern beginnen. Zunächst sind sie leicht zu durchschauen – doch schneller, als vielen Eltern lieb ist, mausern sie sich meist zu echten Flunkermeistern.

Verabschieden sollte man sich allerdings von der Vorstellung, dass es sich bei Lügnern durchweg um verdorbene Gesellen handelt, die aus rationalem Kalkül heraus handeln. Denn Menschen lügen, wie man an der Universität Amsterdam ermittelte, eher instinktiv als reflektiert.

Das Team um den Psychologen Shaul Shavi gab seinen 76 Probanden einen Würfelbecher, in dem man durch ein kleines Loch auf die Würfel gucken konnte. Dann sollten sie insgesamt drei Mal würfeln und dem Versuchsleiter sagen, welche Zahl dabei herausgekommen ist.

Allerdings wurde ihnen für jeden erwürfelten Punkt auch noch Geld angeboten, sodass jeder Einzelne vor der Entscheidung stand, ob er schummelt und abkassiert oder aber ehrlich bleibt und weniger entlohnt wird.

Für die Entscheidung bekamen die Probanden unterschiedlich viel Zeit: Die einen sollten das Würfeln binnen 20 Sekunden zu Ende bringen, während die anderen kein Limit gesetzt bekamen.

Die Gruppe, die unter Zeitdruck stand, erwürfelte, jedenfalls laut eigenen Angaben, einen durchschnittlichen Wert von 4,6, während die Gruppe ohne Zeitdruck nur 3,9 erreichte, was einigermaßen in der Nähe des statistischen Erwartungswertes von 3,5 liegt.

Wer länger nachdenken kann, bleibt eher bei der Wahrheit

Das Gewissen braucht eben eine Zeit, bis es sich hörbar machen kann. Umgekehrt könnte dies aber auch bedeuten, dass in einer Epoche, die zunehmend von Zeitdruck geprägt ist, alles auf eine steigende Lügenquote hinausläuft.

Und tatsächlich: Laut einer Studie der University of Carolina wird in E-Mails um etwa 50 Prozent mehr gelogen als im klassischen Brief – man schreibt am Rechner meistens schneller, sodass auch schneller eine Lüge ihren Weg findet.

Studienleiter Charles Naquin sieht darin nicht nur für passionierte Internet-User schlechte Nachrichten, sondern auch fürs Finanzamt: "Steuererklärungen, die online ausgefüllt wurden, könnten deutlich mehr Betrügereien enthalten als solche, die auf Papier eingereicht werden."

Allerdings gilt die Gleichung, dass mit der Spontaneität die Lügenquote steigt, nicht immer. Sie ist zwar alltagstauglich, greift aber nicht in Ausnahmesituationen. Denn wenn etwa ein Beschuldigter vor Gericht oder im Polizeiverhör lügt, muss er Fachleute von einer kompletten, nämlich "seiner" Geschichte überzeugen, und das klappt nur, wenn er sich bewusst ein stimmiges Lügengebilde zurechtzimmert.

Lügendetektor versagt bei Menschen mit guten Nerven

So etwas erfordert Kreativität, ein gutes Gedächtnis für die eigenen Gedankenkonstrukte und natürlich gute Nerven. Wer das mitbringt, kann bisher durch keinen Lügendetektortest wirklich zuverlässig überführt werden.

Vielleicht aber wird man ihm demnächst auf die Schliche kommen, indem man seine Nase vermisst. Denn Alan Hirsch von der amerikanischen "Smell & Taste Treatment & Research Foundation" entdeckte, dass beim Lügen mehr Blut in die Nase läuft als sonst. Es gibt ihn also doch, den Pinocchio-Effekt.

© Axel Springer AG 2012. Alle Rechte vorbehalte

Неделя, 29 Април 2012 12:38

Zaubertrank für Künstler

Zaubertrank für Künstler

Gibt es überhaupt einen Zaubertrank, der die Künstler glücklich macht und alle Wünsche wahr werden lässt? Diese und andere Fragen beschäftigten mehr oder weniger die Künstler, die in kleineren Ortschaften in Rheinhessen beim koku2012 /Kommunikation +Kultur/ mitgemacht haben. Lohnt es sich für einen Maler, der aus dem Norden Deutschlands bis zum schönen frühlingerwachen Rheinhessen kommt, alle Bilder sorgfältig ein und auszupacken, ein und aufzubauen, ohne Besucher?  Ein Akkordeonspieler ist  speziell aus Dänemark für koku2012 in Deutschland eigeflogen, um seine Heimatsmusik populär zu machen, ohne Gage, ohne Fahrtkosten und …ohne Zuschauer. War die Sängerin aus Bayern, die ihn begleitete, glücklich mit der Musik und ohne Zuschauer?

Auf alle Fälle. Künstler sind im Herzen besondere Menschen. Egal, ob bei der Lesung zwei oder 50 Leser dabei sind. Sie sind froh und glücklich, wenn sie ihre eigene Stimme trainieren können und im Gedanken schwimmen können. Sind die Kneipenbesitzer oder  Gasthausbesitzer allen kleinen Ortschaften, die die Künstler hintergebracht haben daran interessiert, mehr Gäste zu dem koku-Event zu locken? Ich hätte mir gewünscht, dass es einen Zaubertrank statt  rheinhessischer Wein gäbe, der die Besitzer trinken könnten, um zu begreifen: koku Event , koku Event- die Sonne brennt. Hätte der Besitzer die Programmhefte auf der Theke liegen lassen und mein selber geschicktes Plakat statt  am Fenster, an die Tür aufhängen könnte, wenn es wüsste, dass die Besucher kommen?  Wer hätte davon profitiert, wenn alle Dorfbewohner davon wüssten, dass koku2012 da ist?

Vielleicht brauchen die Künstler mehr Verstand, statt Herz um seine eigenen Visionen zu verfolgen.

Wochenendbilanz koku2012 einer Autorin: Magische Momente mit der Kunst, Musik, Autoren und Künstler. Es fehlten nur die Besucher.

© by Danka Todorova

Петък, 30 Март 2012 16:10

Следи от пепел

Следи от пепел

Посреща ме мускулест мьж сьс тьмни очи. След топлата му прегрьдка за добре дошла в Мюнхен, у мен остава усещането, че сьм се вьрнала векове назад в миналото на Бьлгария и че пред  мен е един о т водачите за свободата на Бьлгария в Македония.

След краткото пьтуване из Мюнхен стигаме до Пфенигпараде, кьдето живеят много инвалиди със семействата си. Синьт на семейство Басарини е инвалид сьс сродната сьдба на сина на великия наш актьор Николай Бинев.

Вратата отваря мила посребрена жена, която озарява с усмивка тьжните ми мисли. Топлото „Добре дошла!“ и пьрвите няколко мига са достатьчни, за да ме убедят, че сьм попаднала  в едно бьлгарско огнище. Типичното бьлгарско обзавеждане на 80те години в Бьлгария, стаините цветя, многото предмети, донесени от Бьлгария: от всичко льха на родината ни. Кухнята с типичните билки и безпорядьк извикват в мен топла носталгична  атмосфера. „Тук имам много бьлгарски билки. Немците искат да им правя чай с бьлгарски билки, харесват им“, споделя леля Гинка. Вечерята,  сготвена с много любов и умение, е разбира се бьлгарска. Сладката ни раздумка е придружена от узо, и аз унесено кимам с глава, слушайки за новата книга на Симеон, вьрху която работи от години- научна книга за историята на бьлгарите. Историкьт разказва разпалено и покрай мен изплуват картина след картина- важни бьлгарски ханове, царе и сьбития, за които с учудване научавам, че немците са обогатили  за сетен пьт познанията ми за собствената ми страна. Сьрцето ми се стопля от огьня в очите и ентусиазма, с който Симеон разгорещено представя проекта си. После разговорьт ни прескача като великденски заек през много теми. Сьпругата му най-сетне успява да вземе думата, за да ми разкаже, че след тежка автомобилна катастрофа в Хьрватия и престоя си в клиника, е написала пьрвите си стихотворения на 70 години. Слушам в просьница вече монотонният и глас, който открива юношески препети и любовта кьм сьпруга си. Нощта е неспокойна, прекьсвана от силните караници на сьседите турци, които подсилват убеждението ми, че се намирам на един мальк полуостров „Бьлгария“ в Мюнхен.

Любимата ми мелодия на кюстенсилско хоро ме изтрьгва от сьня в неделя сутрин. „Хей принцесо, кога ще се видим, че трябва да храня бебето“, чурулика свежия глас на приятелката ми. Леля Гинка е вече будна и запретнала рькави. Да, познахте. Прави баница. Разказва ми, че за всяка нова година прави по няколко тави баница за сина си и неговите приятели инвалиди, които празнуват заедно нова година. „На всеки един празник правя баница. С бьлгарско кисело мляко. Сама си го квася”,  убедително с гордост показва ськровището си в хладилника и сьдьржанието на чантата ми се обогатява с един буркан кисело мляко. Докато пия уханното сутрешно неделно кафе и с нетьрпение чакам да се изпече баницата, си бьбрим с домакинята по нашенски. „Трябва да приготвя сутрешната вода на Алекс“, угрижено споделя тя и аз с нетьрпение следя как забьрква един коктейл от преварена вода, сок от пресен изцеден лимон, льжица шведска горчивка и бьлгарски мед. Скоро кьм сутрешния ни разговор се присьединява и домакиньт и аз получавам един ценен подарьк- за кратко пред мен се появява творческият плод на един талантлив сьвременен бьлгарски творец. Малко след това, придружена от семейство Басарини се наслаждавам на спокойната неделка утрин на пьт за станцията на метрото. Сьрдечна прегрьдка с пожелание за добьр пьт и помахване с рька. В чантата си отнасям „Следи от пепел“ като частичка от взаимната ни любов- Бьлгария. Oчакват ме две млади дами, един млад татко и едно бебе. Пролетното сльнце придружава деня ми.

Часове след това. „Един до Баден”, убедително ме поглежда контрольорьт, контролиращ билета ми. Докато седя с лист и химикал и сея обратната страна на на пьтното си разписание с дестинация Мюнхен -Хамбург Алтона, оставям да се реят преживяванията ми от поредния уикенд. Баварска телевизия. Спирка на метро. Македонски войн...

Лябимият ми сезон- пьтуването, продьлжава.

 @ by Danka Todorova

Сряда, 29 Февруари 2012 20:50

СРЯДА - Здравка Евтимова

СРЯДА

Здравка Евтимова

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Майка ми каза - само за две минути ела да го видиш. За една минута ела, да ти каже довиждане. Аз не исках да излизам, не трябваше да излизам, знаех си. Веднъж ми каза "довиждане", преди да побягна за Белгия. Хубава работа ми беше намерила братовчедката, да гледам три малки деца - баща им лекар, майката учителка. Златна работа. Ти дойде да ми кажеш довиждане. "В Белгия постоянно вали, подхвана ти. В Белгия лятото е три часа, но и тогава вали. Ела да видиш какво лято си имаме ние. Ела под нашия орех. Под неговата сянка сме пораснали, помниш ли? До ореха още дреме железопътната линия, тя пак си върви до Гърция, но за какво ти е Гърция? Нашата поляна е тук. Виж я каква е - цялата бъз и коприва." Целият свят знаеше, че неговият дядо и моят дядо насадили ореха, за да има къде да пият лете сливова. После моят баща и неговият баща пиеха заедно под ореха, а ние ходехме да им купуваме бира от "Бързото". За какво ти е да ходиш в Белгия на техния дъжд, измърмори ти. И тогава пак беше извикал на майка ми - само да й кажа довиждане, лельо Нешке. Само едно довиждане ще й кажа, преди да замине. "Помниш ли как ти правех сок от бъз?" Че кой ще забрави! Ние бяхме деца на двамата най-силни пияници, Васко и Наско. Ти прибираше твоя баща, аз моя. Аз в училище бях амбициозна, а ти две не виждаше от мързел.

- Само една минута излез, Лена - каза ми майка. - Заедно проходихте със Слав. Оня може да почака.

- Влакът няма да чака, мамо - отговорих й аз.

- Ми аз казах на Слав, че си си намерила момче в Белгия и му казах, че ти е омръзнало тука. Казах му, че другото момче е заможно, разбира от сметки и банки, има пари - майка ми изведнъж спира и гласът й става тънък като тихия звън на влак, който никога няма да мине през нашата гара в седем привечер. - Знам че онова момче има много пари. Но ти ходи да кажеш довиждане на Слав.

Аз не мога да понасям поляна без бъз и коприва на нея, каза ти. Копривата спира народа от жилищните блокове, те да си стоят в тяхната кръчма, а ние си прибираме бащите от нашата. Ти си луничава, каза ми Слав вместо довиждане. Но какво е момиче без лунички? Това е поляна без коприва. Става само за ония с големите джипове. Аз за нищо я нямам поляна без коприва и ти го знаеш. Тогава така ми каза вместо довиждане и аз никъде не отидох. Останах в цеха за банички. Сега щях да имам много пари, ако не се бях хванала на тия тънки приказки за бъза и копривата.

- Слав закара баща ти до болницата - каза мама с оня глас като здрач край влака, който няма да се върне на нашата гара. - Бащата на Слав почина, докато ти беше в чужбина. Аз му казвам на Слав - тя се запозна с едно момче. И тя ще се ожени за това момче. Слушай, момиче, яд ме е. Ходи да кажеш довиждане на Слав. Като заминеш, той ще остане при нас. Ще се навърта наоколо. Майка му не е добре.

Погледнах през прозореца и го видях - Слав чакаше на улицата. Куфарът ми беше готов, нямаше време. Само едно "довиждане" щях да кажа на Слав, "Всичко хубаво и успех". Нищо повече. Баща ми, който беше най-силният мъж в Перник, сега се бе смалил, само кожа, лунички и кости. Аз съм Васко хубавецът, пееше лете той и ми разказваше за луната, която висяла над Перник само за да си допие той бирата на светло. Слънцето му също било силно негов човек. Сега баща ми бавно гаснеше, тънък и мършав, но като го погледнеш в очите, веднага разбираш, че само заради този човек пролетта бие път до склоновете на Голо Бърдо. Слав винаги чакаше като луд пролетта още от първи клас. Трябва да му кажа довиждане, едно малко довиждане. Той ще остане тука, при майка ми, при баща ми, който е една торба тънки кокали, но пак си е луничав.

- Слав, дойдох да ти кажа довиждане - измърморих.

- Заради тебе сряда ще дойде тихо и хубаво - каза той. - Специално съм я избирал. В сряда човек не казва довиждане. Стой. Стой да дойде четвъртък и тогава си тръгни.

В сряда ще цъфне бъзът. Ония с джиповете ще дойдат да изорат поляната и да направят паркинг. Но да има да вземат! Аз оставам тука! Чакай. Още не съм ти казал довиждане. Какво ще правят твоите лунички без мене? Ти ще ги съсипеш. Ще ги мажеш с кремове да изчезнат. Какво е момиче без лунички - влак без релси. Не бързай, сряда е особено време. Сряда е ден за "Оставам". Виж, четвъртък е съвсем друга работа. Четвъртък можеш да отидеш при банките и сметките. Но остави луничките при мене. Виж ореха, поляната и влака. Топло и хубаво е на перона. Копривата наоколо е голяма клечка. Бъзът в никакъв случай няма да изсъхне в жегите, не се плаши. Освен това аз ще насадя нов. Помниш ли как беряхме бъз в кошници и чичото ни плащаше едно левче за един пълен чувал? Още е сряда и знаеш какво не се казва в сряда. Никакво бързане. Още десет минути няма да има влак. Какво, от глада ли се плашиш? Какво е един глад. Помниш ли като деца как дебнехме къде майка ти ще скрие бонбоните. После взимахме - една за тебе, една за мене. После пак взимахме - една за тебе, една за мене. Спомни си за тия бонбони и няма да си гладна. Като си с мене, все ще е сряда, това е ясно. Ти го знаеш. Аз съм Славко, хубавецът. Слънцето е силно мой човек, то е човек и на чичо Васко. Чичо Васко е една торба кокали, но като го погледнеш, знаеш, че е надбягвал рейса нагоре по пътя към Перник. И без да го гледаш, знаеш, че е бил най-добрият приятел на Наско, моя баща. Те двамата бяха най-силните мъже на Перник, най-светлите пияници на Перник. Нищо, че баща ти е торба кокали сега. За него е сряда, когато си тука. За мене е още по-голяма сряда. Най-широката, но ти го знаеш. Нищо не говори, абсолютно нищо. И не хлипай, защото нищо не е тъжно, момиче. Защото сега ще оставим тоя влак да си върви по релсите там, откъдето е дошъл. Прав му път. Ти и луничките оставате тука. А ако не останете, аз си вдигам шапката и идвам с вас. Идвам. Където и да те отнесе вятърът и мене ще носи на същото място. Тоя нашият витошки вятър е свикнал да влачи тежко и от нас двамата няма никак да се стресне. Никакъв страх нямай! Няма да е студено. Аз имам лято за двайсет и осем човека.

Тогава си забравих куфара на гарата. Забравих, че чакам влак. Това е най-хубавото нещо, което му се е случвало на тоя куфар. Никак не усещам как минава времето. По едно време синовете ми се катереха по ореха. Дъщеря ми ги гледаше отдолу. Страхувах се да не паднат. Сега орехът си расте на същото място, страшен, грамаден, направо безкраен.

- Слушай какво, децата нямат обувки - реди майка ми. - Не слушат. На тебе са се метнали. Направи на Славко чай от бъз, кашля, та се скъсва човекът. И ти пий. Не стига, че синовете ти луничави, ами и на щерката ти се показаха лунички по носа, да му се не види.

Лято е, юли. Страшна горещина. Сряда е. От двайсет години все е сряда.

© Здравка Евтимова

Събота, 25 Февруари 2012 15:24

Der neue Fastentrend

Der neue Fastentrend: Mentales Online-Fasten - 7 Wochen ohne Facebook & Co.

Hu, der Humor
Heute morgen habe ich  Frühstücksfernsehen geschaut. Das ist aufschlussreich und gibt mir Stoff für alle Humorsynapsen. Also Arbeit. Na klar!
Dort wurden dem staunenden Publikum zwei junge Männer vorgestellt, die zur heute beginnenden Fastenzeit das Mentalfasten eingeführt hatten: Die Abstinenz von allen Social Media!
Ich allerdings plädiere für die Verschärfung, das funda-mentale Fasten: Abstinenz von Handys - göttlich - und ein generelles Online-Fasten:
Das würde in 7 Wochen die Gesellschaft revolutionieren. Stellen Sie sich vor, Menschen müßten selbst denken! Nicht googeln. Sie müßten pünktlich zu Verabredungen kommen. Nicht angeben, wo sie sich gerade in der Ubahn befinden. Sie würden Bücher lesen, echte Bücher. Niemand könnte online Aktien oder Waffen, Autos oder Partnerinnen bestellen.
Man müßte echte Freunde finden. Und Sex wieder selber machen! Bei den Humorgöttern!  Das wäre wirklich komisch!

Eingestellt von um 15:19 

Вторник, 17 Януари 2012 20:51

"Der Westen ist faul geworden" Niall Ferguson

"Der Westen ist faul geworden"

Arbeitsmoral und Wettbewerbsdruck, die Erfolgsfaktoren des Westens, sind perdu – sagt der britische Historiker Niall Ferguson und warnt vor dem Untergang.

Der britische Historiker Niall Ferguson will kein "declinist" sein, wie er selbst sagt. Aber ein Optimist wie Churchill, der sagte, Amerika würde immer das Richtige tun, wenn es alles andere ausprobiert hätte, ist er auch nicht. Ferguson will mit seinem neuen Buch "Der Westen und der Rest der Welt" den Westen mahnen, sich auf seine Werte zu besinnen, sonst könne er tatsächlich in eine Schieflage geraten. Selbst mit Jetlag ist der in Harvard Lehrende ein Tausendsassa. Drei Tage bräuchte er in Berlin, sagt er, und er könnte wieder fließend Deutsch sprechen. Doch die Zeit hat er nicht. Er will heim, zu seiner zweiten Frau, der Feministin Ayaan Hirsi Ali. Sie ist kurz vor der Geburt ihres gemeinsamen Kindes.

Die sechs "Killerapplikationen"
Themenpaket 60 Jahre China - Chinas Aufstieg zur "Rotchina AG"
FOTO: PICTURE-ALLIANCE/ DPA/EPA"Natürlich ist der Aufstieg Chinas die größte Sensation unserer Zeit", sagt Niall Ferguson. Das könnte die Vormacht des Westens schnell beenden.
Zur Person
FOTO: PICTURE ALLIANCE / DPA/KEYSTONENiall Ferguson (Jg. 1964) lehrt in Harvard und seit 2010 auch an der London School of Economics and Political Science

Welt Online: Sie schreiben in Ihrem Buch über Machu Picchu. Wieso kann eine Zivilisation so schnell sterben?

Niall Ferguson: Zivilisationen zerfallen nicht langsam, wie wir uns das gerne mit naturnaher Metaphorik vorstellen, etwa Oswald Spengler mit seinen Jahreszeiten. Es gibt einen exponentiellen Anstieg bis zu einem Plateau, und dann kann es sehr schnell gehen, bis man ins Chaos abrutscht. Die Historiker haben viele der großen Krisen unserer Zivilisation falsch beschrieben. Der Niedergang des Römischen Reiches dauerte eben nicht tausend Jahre, sondern vielleicht gerade mal 30. Wir sollten also einen Zusammenbruch, einen Kollaps annehmen.

Welt Online: Ihr Buch heißt "Der Westen und der Rest der Welt". Müsste es nicht besser heißen: Der Rest und der Westen oder Der Rest des Westens?

Ferguson: (Lacht) Nun ja, Titel sollen provozieren, und sie simplifizieren natürlich auch. Die anderen Zivilisationen waren in der Tat beeindruckend. Daher sollten wir genau schauen, warum etwa die Ming-Dynastie oder das Osmanische Reich scheiterten. Die große Geschichte ist für mich nicht, dass der Westen seine Stärke im Laufe der letzten 500 Jahre entwickelte, sondern warum dies den anderen Reichen nicht gelang. Sie hätten ebenso eine industrielle und wissenschaftliche Revolution erleben können. Den Erfolg hat jedoch der Westen gehabt. Ich erzähle aber auch keine Geschichte vom Westen gegen den Rest. Denn es geht nicht um Konflikt. Da hat Huntington einfach nicht recht. Meist lernen Zivilisationen voneinander, es gibt Berührungen, Fusionen.

Welt Online: Der Islam hat den Koran, China den Konfuzianismus, was ist der Kern des Westens? Warum nennen Sie das "Killer-Apps"?

Ferguson: Ich wollte die Neugierde meiner pubertären Kinder wecken. Wenn ich sagen würde, da gäbe es sechs wirklich wichtige Institutionen, dann würden sie sofort weghören. Also suchte ich eine eingängige Metaphorik. Wenn ich sage: Wettbewerb, Wissenschaft, Eigentumsrechte, Medizin, Konsum, Arbeitsmoral, dann klingt das so unglaublich simpel. Doch jeder dieser Begriffe ist hochkomplex und war historisch eine Innovation im poströmischen Europa. Zwischen 580 bis 1580 geschah so gut wie nichts. Was aber änderte sich dann? Dann kamen die Killer-Apps auf, sie veränderten Bewusstsein. Ich weiß, das klingt ein bisschen klamaukig, und ein deutscher Professor würde "so etwas niemals tun". Ich will aber auch bei Nicht-Historikern Interesse wecken. Sagen wir so: Ich bin der Ingenieur von Harvard.

Welt Online: Was, wenn Freiheit, Individualismus, Reichtum und Wissen zu einer Art Trägheit und Selbstzufriedenheit auf hohem Niveau führen? Was, um in Ihrer Sprache zu bleiben, sind die Viren, die unser System bedrohen, die machen, dass es derzeit langsamer läuft?

FergusonSelbst Max Weber war schon 1904 besorgt, die protestantische Ethik würde durch den Materialismus des Kaiserreichs in Versuchung geraten. Autoren wie Buchanan meinten später, Demokratie würde sich selbst korrumpieren, da man den eigenen Versprechungen erliege. Diese Bedenken sind sehr ernst zu nehmen.

Welt Online: Aber die sechs Apps sind doch immer noch da, sie leben, oder etwa nicht?

Ferguson: Es gibt sie, aber sie machen Probleme. Sind die westlichen Ökonomien noch so wettbewerbsstark, auch im Innern, wie sie früher waren? Die Software funktioniert nicht mehr so gut. Der Virus, der dafür verantwortlich ist, ist der Glaube, dass der Staat intervenieren solle. Das mindert eindeutig den Wettbewerb und das, was Schumpeter die "kreative Zerstörung" nannte. Marktwirtschaft muss punktuell scheitern. Es muss Dinge geben, die nicht funktionieren, es gibt Verlierer, und Geld wird vernichtet. Doch unsere politischen Systeme wollen das verhindern. Wenn man sich das ökonomische Verhalten der letzten hundert Jahre betrachtet, sieht man, dass wir ständig versucht haben, Risiken zu eliminieren. Und so kam es paradoxerweise zur Finanzkrise. Denn dann wird man hemmungslos. Auch in der Wissenschaft lassen wir nach, und wir haben keinen Rechtsstaat, sondern einen Rechtsanwaltsstaat. Die Gesundheitssysteme sind hypertroph, und die Konsumgesellschaft baut auf Überschuldung. Und zu guter Letzt: Die Arbeitsmoral ist perdu. Das hat mich am meisten schockiert. Wenn man die globalen Arbeitszeiten vergleicht und sieht, dass der durchschnittliche Südkoreaner 1000 Stunden mehr im Jahr arbeitet als der Deutsche, dann weiß man alles. In jeder dieser sechs Dimensionen ist etwas faul.

Welt Online: Warum sind wir dann so besessen von China? Weil dort bei einigen Apps alles gespenstisch gut läuft? Unser Altkanzler Helmut Schmidt sagte jüngst, Demokratie sei im Falle Chinas vielleicht nicht so wichtig. Ist das reine Bewunderung oder Angst?

Ferguson: Natürlich ist der Aufstieg Chinas die größte Sensation unserer Zeit. Helmut Schmidt und Kissinger haben in dem Sinne recht, dass dies das bedeutendste Land unserer Zeit ist. Ich finde aber nicht, dass China irgendwelche Probleme gelöst hat, und ich glaube auch nicht, dass sein institutionelles Gefüge auf Dauer stabil ist. Es herrscht kein Rechtsstaat. Sie haben die anderen Killer-Apps, aber nicht Nummer drei. Daher kauft sich jeder reiche Chinese Häuser in Vancouver oder Hongkong. Man fürchtet die Zukunft.

Welt Online: Haben autoritäre, staatskapitalistische Strukturen in einer globalen Welt der Effizienz und Geschwindigkeit nicht doch einen Vorteil vor den alten Demokratien?

Ferguson: Autoritärer Staatskapitalismus ist doch gerade hier in Deutschland gescheitert. Das kommt doch nicht aus Asien! Hier, in Europa wurde am Kapitalismus ohne Demokratie herumexperimentiert, nirgendwo mehr als in Deutschland. Das scheiterte. Zentralisierten politischen Entscheidungen ohne "checks and balances" unterlaufen Fehler. Ich kaufe dieses ganze Gerede vom asiatischen Modell nicht ab. Niemals wird es eine Welt voller Singapurs geben. Man muss der Versuchung, der besonders die amerikanischen Westküsten-Intellektuellen erliegen, widerstehen. Bitte keine Verliebtheit in das Autoritäre! Keine simplifizierenden Ausweichmanöver. Wir müssen uns daran erinnern, was den Westen vom Rest unterscheidet. Es sind die Institutionen, die Freiheit garantieren. Freiheit, Offenheit, Toleranz sind mehr als schöne Worte. Nein, sie sind hart erarbeitet und errungen worden im Laufe eines evolutionären Prozesses und waren nicht Teil unserer DNS. Es brauchte Jahrhunderte, bis individuelle Freiheitsrechte sich mit Eigentumsrechten verbanden. Das ist meine Geschichte: Wir müssen begreifen, was wirklich zählt.

Welt Online: Kann man sich eine Welt ohne Amerika vorstellen?

Ferguson: Ja, und das sollten wir uns immer wieder klarmachen: wie bedeutend Amerika ist. Jeder Anti-Amerikaner sollte sich die postamerikanische Welt vorstellen. Eine Welt, in der China die erste Geige spielt, ist sicherlich keine bessere für einen europäischen Linken. Amerika wird nicht verschwinden, aber es könnte sich wieder zurückziehen. Im militärischen Sinne geschieht das ja gerade. Und das verheißt nichts Gutes für den Nahen Osten. Wenn Amerika sich zurückzieht, befürchte ich gar einen großen Krieg.

Welt Online: Wenn Sie kein Wiedergänger Oswald Spenglers oder Joseph Nyes sind, was sind Sie dann?

Ferguson: Ich will die Perspektive ändern. Nicht den Daumen rauf oder runter halten. Natürlich muss man besorgt sein. Aber man kann die Dinge reparieren. Wenn man weiß, was falsch läuft. Amerika und China haben imperiale Strukturen. Vielleicht enden sie im Konflikt, vielleicht aber sind sie als Zivilisationen nicht dazu verdammt, Huntington-gleich aufeinanderzuprallen. Die Welt ist ganz schön aufregend. Es gibt doch Synthesen, der Osten trifft den Westen. Das sehe ich in Harvard, meine chinesischen Studenten wollen aus der westlichen Geschichte lernen, sie wollen meine Sicht auf die chinesische Geschichte sehen. Und das ändert natürlich auch ihre Perspektive.

Welt Online: Dann sagen Sie mir doch, wie wir neu starten können.

Ferguson: Indem wir die entscheidenden Institutionen wieder wertschätzen und zweitens die entsprechende politische Führung haben. In Amerika würde dies gehen, das ganze Fiskalsystem könnte wieder zurechtgeruckelt werden. Amerikaner wissen, dass ihre Software stimmt. Sie haben die Apps mehr in ihrer kollektiven Psyche als die Europäer. Sie glauben immer noch, harte Arbeit und Verantwortung seien das Beste, was es gebe, und nicht Regierungsintervention. Ich weigere mich zu akzeptieren, dass die westliche Zivilisation eine lahme, ausrangierte Software ist.

Welt Online: Wird Amerika sich schneller erholen?

Ferguson: Das glaube ich wohl. Deswegen bin ich dort. Es war für mich eine Gewissensentscheidung, nach Amerika zu gehen. Ich habe das Vertrauen in Europa, besonders in das britische Universitätssystem, verloren. Ich habe keine Zeit zu warten, bis solche Institutionen langsam und schmerzvoll aufwachen.

Welt Online: Jim Morrison sang einmal: The West Is The Best. Der Westen ist das Beste, was es gibt.

Ferguson: Das meinte er natürlich ironisch. Antworte ich doch so – mit einer anderen Zeile der Doors: Wir sind "Riders On The Storm". Die Stürme sind da, wir versuchen sie zu zähmen. Aber das ist noch lange nicht das Ende, mein Freund.

Niall Ferguson: "Der Westen und der Rest der Welt. Die Geschichte vom Wettstreit der Kulturen". (Aus dem Englischen von M. Bayer u. S. Gebauer. Propyläen, Berlin. 560 S., 24,99 Euro. ISBN 978-3549074114).

welt.de
Неделя, 01 Януари 2012 11:50

Bräuche aus anderen Ländern- Bulgarien

In Bulgarien fertigen die Kinder zu Neujahr eine „Survachka“ an. Sie wird aus einem Hardriegelzweig, der mit getrockneten Früchten, Popcorn, Paprikaschoten, Bändern, buntem Papier, roten Fäden und Äpfeln verziert wird, gefertigt. Aller diese Dinge symbolisieren Gesundheit, langes Leben, eine festliche Stimmung und gutes Arbeitsplatz.

Der Hardriegelstrauch ist der erste Strauch, der nach dem Winter blüht und der letzte, deren Früchte im Herbst reif werden. Deshalb ist diese Pflanze ein Symbol für Weisheit und langes Leben. Diese Pflanze wurde und wird auch in der Volksmedizin verwendet.

Am Neujahrstag, der zu Mittelnacht beginnt, besuchen die Kinder Nachbarn und Verwandte und klopfen ihnen mit Ihrer Survachkas leicht auf den Rücken. Sie wünschen ihnen dabei ein „Glückliches Neues Jahr“. Dabei rufen sie folgenden Segenspruch:

Glückliches Neues Jahr,                                    

Fröhliches Neues Jahr,                                                    

Goldene Ähren in den Getreidefeldern,

Viele Trauben in den Weinbergen,

Gerber Mais auf den Zäunen,

Rote Äpfel in den Gärten,

Häuser voll von Seide,

Sei gesund im Neuen Jahr,

im Neuen Jahr und für immer!

Die Kinder wünschen ihnen auch „ein Haus voller Kinder, eine volle Geldtasche und einen Stahl voller Tiere“.

An jede Tür die sie klopfen, bekommen sie verzierte Brötchen, Früchte, Wallnüsse, Taschengeld oder ein anderes kleines Geschenk.

© by Danka Todorova

Понеделник, 26 Декември 2011 09:58

Haben wir der Komet Halley am 24.12.11 gesehen?

Mannheim (dapd-bay). Ein großer leuchtender Feuerball, der an Heiligabend am Himmel über Deutschland zu sehen war, hat erheblich für Aufregung gesorgt. Am frühen Abend zur Zeit der Bescherung sah man die Himmelserscheinung, die nach Augenzeugenberichten bis zu einer Minute angehalten haben soll. Der Komet löste einen Großeinsatz im Landkreis Tuttlingen aus, da viele Augenzeugen zunächst befürchteten, ein Flugzeug sei abgestürzt.

Der Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Andreas Schütz, sagte auf dapd-Anfrage am Sonntag, es handele sich entweder um einen Meteoriten, also eine Sternschnuppe, oder aber um verglühenden Weltraumschrott.

Letzteres vermutet auch die Europäische Weltraum-Organisation (ESA). Er gehe sicher davon aus, dass an Heiligabend die letzte Triebstufe einer russischen Sojusrakete zu sehen gewesen sei, sagte der Leiter der ESA-Analyse-Abteilung für Weltraumschrott, Heiner Klinkrad, dem Rundfunksender "hr-iNFO". Sie sei beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht und dabei in kleine Teile zerfallen. Diese Erklärung stehe auch in Einklang mit den Messwerten und den Berechnungen von US-amerikanischen Beobachtungsstationen.

Bei der Mannheimer UFO-Meldestelle gingen zahlreiche Anrufe und E-Mails ein, und zwar aus dem Südwesten bis in den Raum Thüringens, wie das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) mitteilte. Beschrieben und gefilmt wurde demnach ein "flach dahinrasender Feuerball mit gewaltigem Schweif, aus dem sich viele Funken lösten". Die Erscheinung konnte bis zu 30 Sekunden beobachtet werden, und noch einmal 20 bis 30 Sekunden war ein verwehender Rauchschweif zu sehen.

Ab 17.30 Uhr liefen bei der Polizei in den Landkreisen Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Sigmaringen und im Bodenseeraum die Telefone heiß. Viele Anrufer fühlten sich an das schwere Unglück bei Überlingen mit 71 Toten im Jahr 2002 erinnert. Die Polizei kontaktierte die Flugsicherung der Flughäfen Stuttgart und Zürich und ließ sich bestätigen, dass kein Verkehrsflugzeug vermisst wurde. Zahlreiche Einsatzkräfte suchten dennoch die Gegend ab, für den Fall, dass ein kleines Flugzeug abgestürzt war. Auch waren bei Neuhausen ob Eck Rauchschwaden gemeldet worden, die sich dann aber als aufsteigender Bodennebel herausstellten.

Einige Experten vermuten, dass die Erscheinung ein "großer Bruder" der Sternschnuppen war, "ein sogenannter Feuerkugel-Bolide". Das DLR erklärt: "Eine Feuerkugel ist im wesentlichen ein besonders heller und lang andauernder Meteor." Eine normale Sternschnuppe habe eine Leuchtdauer von weniger als einer Sekunde und erzeuge einen leuchtenden "Strich" am Himmel. Eine Feuerkugel leuchtet demnach wenige Sekunden, selten sind es mehr. "Die Kugel scheint so 'dick' zu sein wie ein besonders heller Planet und erscheint wie ein kurzer leuchtender Stab, der in Flugrichtung über den Himmel zieht. Mitunter scheint die Kugel am Ende ihrer Bahn zu zerplatzen oder die Farbe zu ändern."

Weiter heißt es, wenn die Fluggeschwindigkeit deutlich als langsam empfunden werde und das leuchtende Objekt mehr als 30 Sekunden zu sehen sei, dann handele es sich auf keinen Fall um eine Feuerkugel. Ganz langsame sternförmig leuchtende Punkte werden meist von einem Satelliten verursacht.

Das DLR will in den nächsten Tagen prüfen, ob es Aufnahmen der Erscheinung vom Samstagabend gibt. Ein System von Kameras - "Feuerkugelnetz" - ist dafür installiert. Es ist nach Angaben des Sprechers aber noch unklar, ob sie sich schon eingeschaltet hatten.

An Heiligabend dachten Beobachter der Himmelserscheinung an den zu Christi Geburt erschienenen Stern von Bethlehem. Experten meinen, dass damit der Komet Halley beschrieben wird. Dieser erscheint etwa alle 76 Jahre.

dapd

Неделя, 25 Декември 2011 18:48

За кого танцуват костенурките

Зад екзотичните заглавия на романите на Катрин Панкол битуват герои на съвременността – многоизмерни характери, с които читателят се идентифицира без усилие. „Бавният валс на костенурките“ (превод Румяна Маркова, ИК “Колибри”) е жив водовъртеж от въпроси, копнежи и невероятни случки. Това е паралелен на нашия свят, в който образите са от плът и кръв, а ситуациите – колкото реални, толкова и уникални. Героите, които вече познаваме  от първата част на трилогията, „Жълтите очи на крокодилите”, продължават своя живот на вълните на чувства и преживявания с различен знак, дълбочина и последствия.

В Кения крокодил е изял Антоан, съпругата му Жозефин, истинският автор на романа, който сестра й Ирис си е приписала, се наслаждава на възтържествувалата справедливост, самата Ирис е наказана за своя егоизъм с жестока депресия. Прекрасният Филип се влюбва в Жозефин, тя може би ще му отвърне с взаимност. Ирис, Филип, Жозефин и другите напредват по пътя си бавно и упорито като костенурки, които се учат да танцуват. И докато обстоятелствата се развиват благоприятно, настъпва ден, в който серия от убийства нарушава предвкусваната хармония. Романът е напоен с любов и омраза, радости и страдания, дребни препятствия, изненади и обрати.

Катрин Панкол е родена в Мароко, живее във Франция, завършва френска литература и сменя различни занятия, за да се ориентира към журналистиката – професия, която й приляга. Следват множество статии, сценарии, както и над десет романa. Докато се стигне до „Жълтите очи на крокодилите”. Романът има изумителен успех и осигурява на авторката престижната награда „Мезон дьо ла Прес”. Героите са толкова пълнокръвни и „разпознаваеми“, че на Панкол й се налага да напише още две книги. Така се раждат „Бавният валс на констенурките“  и „Катериците от Сентръл парк са тъжни в понеделник“.  Днес, с общо 15 романа в актива си, Катрин Панкол e преведена на 25 езика, а от книгите й са продадени над три милиона екземпляра. Предлагаме откъс от книгата.
Бавният валс на костeнурките

Катрин Панкол

– Имам колет – каза Жозефин Кортес на гишето в пощенския клон на улица „Лоншан“ в шестнайсети парижки район.
– Франция или чужбина?
– Не зная.
– Името?
– Жозефин Кортес… – тя произнесе буква по буква: – к-о-р-т-е-с. – Носите ли известието?
Жозефин й подаде жълтото съобщение с отбелязано „Получаване колет“.
– Някакъв документ за самоличност? – вяло попита служителката, изрусена особа с мръчкав тен, зареяла поглед в празното пространство.
Жозефин извади личната си карта и я бутна към пощаджийката, която се бе заприказвала с колежка за някаква нова диета с червено зеле и черна ряпа. Тя взе картата и без да си дава много зор, си смъкна задника от високия стол и заразтрива с ръка кръста си.
Пое вяло по коридора и потъна някъде. Стрелката на минутите припкаше по белия циферблат на часовника. Жозефин хвърли с неудобство поглед към заформящата се опашка зад гърба й.
Не съм виновна аз, че са забутали колета и не могат да го открият, сякаш се оправдаваше тя, свила глава в раменете. Не съм виновна аз, че първо са го изпратили в Курбвоа, а едва по-късно са го доставили тук. И аз се чудя кой ли ми го изпраща. Дали не е Шърли от Англия? Но тя има новия ми адрес. Няма да се изненадам, ако в пакета има от прочутия чай, който си купува от „Фортнъм & Мейсън“, пудинг и дебели вълнени чорапи, за да ми топлят краката, докато работя. Шърли непрекъснато повтаря, че няма любов, а има само жестове на любов. Любов без жестове, добавя тя, е като море без сол, охлюви без майонеза, момина сълза без аромат. Шърли й липсваше. Двамата със сина й Гари бяха заминали да живеят в Лондон.
Чиновничката се върна, носеше пакет с размерите на кутия за обувки.

– Колекционирате ли марки? – попита тя Жозефин и се покатери на високия си стол, който изскърца жално под тежестта й.
– Не…
– Аз пък колекционирам. И мога да ви кажа, че тези са прекрасни!
Тя ги доразгледа с премигване, след което бутна пакета към Жозефин, която разчете името и стария си адрес в Курбвоа върху кафявата опаковъчна хартия. Грубият канап, с който беше овързан, се бе разнищил от двата края на мръсни масури от дългите митарства по рафтовете на пощенските клонове.
– Не можах да ви открия, защото сте се преместили. Колетът е отдалеч. От Кения. Доста дълъг път е пропътувал! То и вие впрочем…
Тя изрече последните думи със сарказъм и Жозефин се изчерви. Смотолеви някакво едва доловимо оправдание. Беше се преместила не защото не харесваше своето предградие, напротив! Тя харесваше стария квартал в Курбвоа, апартамента, балкона с ръждясалия парапет, с една дума, никак не харесваше новото си жилище, чувстваше се чужда, не на място. Не, беше се преместила, защото по-голямата й дъщеря Ортанс се изприщваше от живота в предградията. А когато Ортанс си наумеше нещо, човек нямаше никакъв избор освен да го изпълни, иначе тя го унищожаваше с презрението си. С парите от романа си „Смирената кралица” и със солиден заем от банката Жозефин купи чудесен апартамент в един от изисканите квартали. На авеню „Рафаел” близо до Порт дьо ла Мюет, в края на улица „Паси” с нейните луксозни бутици, непосредствено до Булонския лес. Хем живеете в града, хем сте сред природата, беше натъртил с гордост агентът по недвижимите имоти. Ортанс се хвърли на врата на Жозефин, „благодаря, мамо, ти ме връщаш към живота, сега вече ще съм истинска парижанка!“.
– Ако зависеше от мен, щях да си остана в Курбвоа – измънка смутено Жозефин и усети как ушите й пламнаха.
Ново двайсет, преди не се изчервявах за най-малката дреболия. Преди си бях на мястото дори и когато не бях в най-добрата си форма, там винаги си бях на мястото.
– Така… А марките? Ще си ги вземете ли?
– Опасявам се да не повредя опаковката, ако я срежа…
– Не се притеснявайте, няма значение!
– Ще ви ги донеса, ако толкова ви харесват…
– Нали ви казвам, няма нужда! Казах го просто така, защото ми се сториха много красиви за момента… както и да е!
Погледът й се насочи към следващия на опашката и тя безцеремонно игнорира Жозефин, заета да прибира личната си карта в чантата и да освободи мястото си на опашката.

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